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Geschenk umtauschen: Laden oder online?

Kurz beantwortet

Im Laden gibt es kein Recht auf Umtausch: Ohne Zusage beim Kauf hängt alles von der Kulanz des Geschäfts ab. Online gekaufte Ware kann die Person, die bestellt hat, in der Regel 14 Tage lang ohne Grund widerrufen. Die Frist beginnt am Tag nach dem Erhalt der Ware, nicht mit der Bescherung.

Fundraum Redaktion · 3 Minuten Lesezeit

Laden, online oder Mangel

SituationWas gilt
Im Laden gekauft, gefällt nichtKein gesetzliches Recht; nur zugesagter Umtausch oder Kulanz
Online oder telefonisch gekauft, gefällt nichtWiderruf innerhalb von 14 Tagen, ohne Begründung
Ware ist defektGewährleistung beim Verkäufer, egal ob Laden oder online

Viele Geschäfte bieten freiwillig Umtausch oder Rückgabe an, etwa binnen 30 Tagen. Sie dürfen dabei benutzte, nicht originalverpackte oder reduzierte Ware ausnehmen und statt Geld einen Gutschein geben. Bist du beim Kauf unsicher, lass dir den Umtausch auf dem Kassenbon bestätigen, möglichst gegen Rückzahlung. „Reduzierte Ware ist vom Umtausch ausgeschlossen“ gilt nicht, wenn die Ware einen Mangel hat.

Die Widerrufsfrist über die Feiertage

Der Tag, an dem die Ware ankommt, zählt nicht mit. Wochenenden und Feiertage innerhalb der Frist zählen mit. Fällt der letzte Tag auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, endet die Frist am nächsten Werktag.

Ware erhalten14. TagFrist endet
Montag, 2. November 2026Montag, 16. November16. November 2026, 24 Uhr
Samstag, 12. Dezember 2026Samstag, 26. Dezember (2. Weihnachtstag)Montag, 28. Dezember 2026, 24 Uhr
  • Teillieferungen: Kommt eine Bestellung in mehreren Paketen, zählt der Erhalt des letzten.
  • Direkt an die beschenkte Person geschickt: Hat die bestellende Person sie als Empfängerin angegeben, beginnt die Frist, wenn die Beschenkte das Paket erhält.
  • Keine Widerrufsbelehrung: Dann beginnt die Frist nicht. Das Widerrufsrecht erlischt aber spätestens zwölf Monate und 14 Tage nach Erhalt der Ware.

So widerrufst du

  1. Den Widerruf muss die Person erklären, die bestellt hat. Kläre das also mit der schenkenden Person.
  2. Erkläre dem Händler eindeutig, dass du den Vertrag widerrufst – seit Juni 2026 bei den meisten Online-Verträgen über den Widerrufsbutton, sonst per E-Mail oder Formular. Eine Begründung ist nicht nötig, und für die Frist zählt das rechtzeitige Absenden.
  3. Schicke die Ware innerhalb von 14 Tagen nach dem Widerruf ab. Die Originalverpackung ist nicht nötig; heb den Einlieferungsbeleg auf.
  4. Der Händler erstattet Kaufpreis und Standardversand innerhalb von 14 Tagen. Er darf warten, bis die Ware oder dein Einlieferungsbeleg da ist.

Nur die Ware kommentarlos zurückzuschicken, reicht nicht. Die Rücksendekosten trägst du, wenn der Händler vorher darauf hingewiesen hat und sie nicht freiwillig übernimmt. Auspacken und Ausprobieren ist erlaubt; für einen Wertverlust darüber hinaus kann der Händler Ersatz verlangen.

Kein Widerrufsrecht

  • Ware nach Kundenwunsch angefertigt oder personalisiert, etwa mit Gravur
  • schnell verderbliche Ware
  • versiegelte Musik, Filme oder Software, wenn das Siegel nach der Lieferung entfernt wurde
  • Kauf von einer Privatperson
  • Kauf im Laden (außer bei bestimmten finanzierten Käufen)

Quellen

Quellenstand: 25. Oktober 2026.